Zukunft wird im Kiez gemacht
Menschen treffen sich in ihrer Nachbarschaft, um gemeinsam ihre Zukunft zu gestalten – konkret, praktisch, selbstbestimmt.
Was ist eigentlich eine Lokale Zukunftswerkstatt?
Eine Lokale Zukunftswerkstatt ist ein Ort – oder besser: ein Netzwerk von Menschen – in deinem Stadtteil, die sich regelmäßig treffen, um gemeinsam ihre Nachbarschaft zu gestalten und zu verbessern.
Nicht irgendwann in der Zukunft. JETZT.
Nicht theoretisch. PRAKTISCH.
Nicht von oben verordnet. SELBSTBESTIMMT.
Das können 5 Leute im Wohnzimmer sein, eine Gruppe in einem Gemeindezentrum oder ein großes Netzwerk im Viertel – es geht um Nachbarn, die konkret etwas verändern wollen.
Warum die Nachbarschaft der beste Ort ist, um die Zukunft zu gestalten
Du kennst dein Problem am besten
Nicht eine Behörde in der Innenstadt – sondern DU weißt:
- Wo im Stadtviertel mehr Grün- und Blühflächen schön wären
- Wo treffen sich Menschen und Jugendliche gerne
- Wie Mobilität, Konsum, Ernährung, Energie in deiner Nachbarschaft nachhaltiger gestaltet werden kann
- Was dein Kiez lebenswert macht
Lokale Zukunftswerkstätten starten hier – mit dieser Alltags-Expertise. alltäglichen Expert*innen-Erkenntnis. Nicht mit abstrakter Theorie von außen.
Dein Stadtviertel hat Gestaltungskraft
Das Stadtviertel ist NICHT nur „Wohnort” – er ist die Basiseinheit von Demokratie und Gestaltung. Warum?
Menschen kennen sich
Veränderungen werden einfacher sichtbar
Kleine Gruppen können unkompliziert und selbstwirksam handeln
Politik „von unten” funktioniert tatsächlich
Nachbarschaften haben echte Kraft
Wenn 10% der Menschen in einem Kiez aktiv sind, verändert sich dieser Kiez.
Das ist die Kraft von Lokalen Zukunftswerkstätten: Sie mobilisieren diese Kraft. Sie zeigen: Das Stadtviertel ist nicht nur „von oben” zu gestalten, sondern auch von uns.
… und du kannst es!
Jeder Mensch kann dazu beitragen, sein Stadtviertel zu einem lebenswerten Ort zu machen.
Jeder Mensch kann seine Talente einsetzen, um die Gemeinschaft zu stärken.
Jeder Mensch kann dazu beitragen, eine bessere Zukunft für kommende Generationen zu erschaffen. sondern VON UNTEN.
Es gibt nicht DIE eine Form –
es gibt viele Wege
Zukunftswerkstätten entstehen aus den Bedürfnissen ihrer Menschen. Die eine startet als Lastenrad-Netzwerk im Wohnzimmer, die andere als Bürger:innen-Energieprojekt mit hundert Mitgliedern, die dritte als Solawi im Stadtteil.
Was sie alle verbindet:
- Nachbarn treffen sich REGELMÄSSIG
- Sie machen KONKRETE PROJEKTE
- Sie sind NIEDRIGSCHWELLIG
- Sie wollen ihren Kiez MITGESTALTEN
Die genaue Form? Das entscheidest DU mit deinen Nachbarn.
Warum die Nachbarschaft der beste Ort ist,
um die Zukunft zu gestalten
Mobilität
Mobilität für alle und mehr nachhaltige Lebensqualität im Kiez.
Menschen organisieren sich für alternative Mobilität:
- Lastenrad-Netzwerke zum kostenlosen Teilen
- Fahrrad-Reparatur-Werkstätten in der Nachbarschaft
- Car-Sharing-Modelle für die, die ein Auto brauchen
- Sichere Fuß- und Radwege einfordern – gemeinsam bei der Stadt
- Nachbarschafts-Shuttles für ältere Menschen
- Sitzbänke für alle
Ergebnis: mehr Bewegung, stärkere Nachbarschaften, niedrigere Kosten für alle.
Konsum & Ressourcen
Teilen statt Besitzen, Reparieren statt Wegwerfen.
Menschen schaffen im Alltag Strukturen für nachhaltigen Konsum:
- Repair-Cafés: Kaputter Stuhl? Komm vorbei, wir reparieren ihn.
- Tauschbörsen & Verschenk-Gruppen im Kiez
- Foodsharing: Überschüsse retten statt verschwenden
- Gemeinsame Werkstätten für Handwerk & DIY
- Secondhand-Läden und Kleidertausch-Partys
- Gemeinschaftliche Gartennutzung & Kompostwirtschaft
Ergebnis: Weniger Konsum, weniger Müll, weniger Armut, mehr Gemeinschaft, Menschen lernen und sparen Ressourcen.
Energie & Klimaschutz
Energiewende selbst in die Hand nehmen und vorantreiben.
- Balkonkraftwerke & Bürger-Solaranlagen auf Dächern der Nachbarschaft
- Energiegenossenschaften zur gemeinsamen Finanzierung
- Energiesparberatungen im Quartier
- Wärmepumpen-Kooperativen für günstiges & nachhaltiges Heizen
- Energiewende-Workshops & Wissensaustausch
- Lobbyarbeit für klimagerechte Stadtentwicklung
Ergebnis: Lokale Wertschöpfung, Jobs im Kiez, niedrigere Energiekosten, reale C02-Einsparungen, Unabhängigkeit.ung, Jobs im Kiez, niedrigere Energiekosten, reale C02-Einsparungen, Unabhängigkeit.
Nachbarschaft & Soziale Resilienz
Zusammenhalt, der Krisen übersteht
Lokale Zukunftswerkstätten schaffen echte Nachbarschaften:
- Regelmäßige Treffen – Nachbarn lernen sich kennen
- Generationen spielen, stricken, gärtnern, lernen… miteinander
- Nachbarschafts-Hilfe-Netzwerke (Einkaufen, Gartenarbeit etc)
- Gemeinsame Feste und Initiativen, die Kiez-Identität prägen
- Kulturelle und künstlerische Projekte im öffentlichen Raum
- Selbsthilfefähigkeiten im Stadtteil stärken
Ergebnis: Menschen kennen sich, unterstützen sich, vertrauen sich. Der Kiez ist kein anonymer Ort mehr, sondern gelebte Heimat.
Demokratie & Mitgestaltung
Gemeinsam Zukunft gestalten. Menschen aus Lokalen Zukunftswerkstätten leben Demokratie:
- Mit Politik und Verwaltung auf Augenhöhe sprechen
- Konkrete Projekte statt abstrakte Kritik einbringen
- Bürgerbeteiligung real gestalten, nicht nur Konsultationen
- Quartiersentwicklung mit-planen, nicht hinterher reagieren
- Transparenz einfordern und schaffen
- Nachbarschaften miteinander vernetzen, damit Ideen sich verbreiten
Ergebnis: Politik lernt von unten, Entscheidungsträger*innen hören zu, Menschen erleben: „Ich kann etwas verändern. Es lohnt sich”.
Dein Thema: gestalte dein Viertel!
Die obigen Beispiele sind nur der Anfang
Lokale Zukunftswerkstätten sind nicht auf diese Themen beschränkt. Es geht um das, was in deinem Quartier zählt:
- Kulturelle Integration & Mehrsprachigkeit
- Kinderbetreuung und Familien-freundliche Strukturen
- Kunst, Musik und kreative Räume im Quartier
- Gesundheit & Bewegung für alle Altersgruppen
- Digitale Kompetenzen & Tech-Gerechtigkeit
- Antirassismus & Vielfalt im Viertel
- Arbeitsmarkt & lokale Beschäftigung
- Öffentliche Räume: Parks, Plätze, Grün gestalten
- … und vieles mehr
Ergebnis: Menschen entfalten ihre Talente und entwickeln gemeinsam Vorstellungen einer guten Zukunft.
Ihr wollt auch eine Zukunftswerkstatt gründen?
Wo finden wir einen Raum zum Treffen?
Kirchengemeinden, Vereinshäuser, leerstehende Läden, private Wohnzimmer, Jugendzentren, Schulen…..
→ Tipp: Mit Bezirksmitarbeitern & Quartiersmanagement sprechen! Oft gibt es ungenutzten Raum, den die gerne zur Verfügung stellen.
→ Alternativ: Online starten, dann später ausbauen.
→ Auch ganz klein anfangen (5er-Gruppe im Wohnzimmer) ist vollkommen legitim!
Wie organisieren wir uns?
Klein anfangen ist die beste Strategie:
- Start mit 5–10 interessierten Nachbarn
- Regelmäßige Treffen (z.B. jeden 2. Dienstag)
- Klare Rollen verteilen (Moderation, Protokoll, Kasse)
- Aber: Rollen regelmäßig wechseln — das verhindert, dass einzelne Personen zu Flaschenhälsen werden
→ Wichtig: Keine starre Hierarchie!
→ Konsens wo möglich, schnelle Entscheidungen wo nötig
→ Transparenz über Ziele & Budget
→ Regelmäßige Reflexion: „Was funktioniert? Was nicht?”
Wie kommen wir mit Politik/Verwaltung ins Gespräch?
Das ist wichtig und oft unterschätzt:
TIMING: Beginnt früh damit — nicht erst, wenn ihr Forderungen habt.
WER: Sucht euch konkrete Ansprechpartner: Bezirksamtsleitung, Stadtteilentwickler* innen, lokale Politiker*innen, Quartiersmanagement.
WIE:
→ Mit konkreten Projekten kommen, nicht mit abstrakten Forderungen
→ Show statt Tell: Einladungen zu eurem Workshop
→ Kleine Siege feiern & sichtbar machen
→ Regelmäßiger Austausch (kein Einzeltermin)
→ Mitgliedschaft in lokalen Bündnissen und Gremien
MINDSET: Ihr seid keine Supplicanten — ihr seid Gestaltungspartner auf Augenhöhe. Politik braucht euch, um Legitimation zu haben. Das ist eure Kraft.
Welche Hürden gibt es beim Aufbau?
Ehrlich: Es ist nicht immer einfach.
- Finanzierung: Oft braucht ihr Geld für Raum, Material, Verpflegung
→ Lösung: Kleinere Budgets einwerben, Spenden, Eigenleistung - Raum finden: Bezahlbar, erreichbar, regelmäßig verfügbar
→ Lösung: Mit Behörden sprechen, Nachbarschaftsnetzwerke nutzen - Menschen gewinnen: Zeitdruck, Desinteresse, Skepsis
→ Lösung: Niedrigschwellig starten, direkt ansprechen, erste Projekte schnell sichtbar machen - Durchhaltevermögen: Burnout von Kerngruppen
→ Lösung: Rollen verteilen, Pausen machen, auch kleine Erfolge feiern
ABER: Genau darum gibt es lokalkraft — zum Austausch & zur Unterstützung! Ihr seid nicht allein mit diesen Fragen.
Wie machen wir aus Ideen echte Projekte?
Das ist der wichtigste Schritt — von Reden zu Machen:
SCHRITT 1: IDEE KONKRET MACHEN
„Weniger Autos” ist zu vage. „Wir bauen ein Lastenrad-Netzwerk mit 10 Rädern bis Ende des Jahres” ist konkret.
SCHRITT 2: KLEINE PROTOTYPEN STARTEN
Nicht alles planen, sondern: „Was können wir nächste Woche probieren?” Oft führt das zu besseren Lösungen als lange Planung.
SCHRITT 3: FEEDBACK HOLEN
Nach dem ersten Versuch: Was hat geklappt? Was nicht? Was wollen die Menschen? Dann anpassen.
SCHRITT 4: ITERIEREN & WACHSEN
Nicht: einmal machen und dann is fertig. Sondern: regelmäßig, Feedback einholen, verbessern, und wenn es funktioniert, skalieren.
SCHRITT 5: SICHTBAR MACHEN
Berichtet! Macht Fotos! Ladet Nachbarn ein! Erfolge mussen gesehen werden, sonst glauben neue Menschen nicht daran, dass es funktioniert.
Zukunftswerkstätten in deinem Viertel
Schon heute gibt es viele tolle Projekte in den Hamburger Stadtteilen, wie du hier auf der Karte sehen kannst. Schaut, wo ihr euch in eurem Viertel einbringen könnt, wo ihr von anderen lernen könnt und wo ihr vielleicht sogar eure eigene Zukunftswerkstatt gründen könnt. Wir helfen euch gerne dabei.
Stell dir vor:
In jedem Hamburger Stadtteil gibt es lokale Zukunftswerkstätten.
Menschen begegnen sich, entwickeln Ideen, machen Projekte.
Das ist nicht Top-down-Planung. Das ist aufbauende Demokratie.
Das ist gelebte Nachbarschaft, die wieder funktioniert.
Das ist Zukunft, die von unten kommt.
Und deshalb gibt es lokalkraft:
Um diese Werkstätten zu vernetzen, Erfahrungen zu teilen, gemeinsam zu lernen und stärker zu werden.
Weil eine Werkstatt allein ist wertvoll. Aber viele Werkstätten, die sich kennen, unterstützen und voneinander lernen – das verändert eine ganze Stadt.
Zukunftswekstadt Lokstedt
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Wir stärken laufend das bestehende Netzwerk. Bei Interesse tragt euch gern in dieses Formular ein.
