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Gemein­schaft­li­ches Abpflas­tern — ein Pilot­pro­jekt zur Nach­ah­mung

Wir haben es geschafft! Was wir bis­her nur in den Nie­der­lan­den beim Tegel­wip­pen beob­ach­ten konn­ten und was uns bis vor weni­gen Mona­ten in Deutsch­land noch als Traum erschien, ist nun Rea­li­tät gewor­den: Wir haben zusam­men mit Men­schen aus der Stadt, dem BUND Ham­burg und mit dem Bezirks­amt gemein­sam etli­che ver­sie­gel­te Flä­chen in Ham­burg abge­pflas­tert.

Wie?
Schritt 1: Mit dem zustän­di­gen Ver­wal­tungs-Mit­ar­bei­ter haben wir ver­sie­gel­te Flä­chen fest­ge­stellt und mar­kiert, auf denen Pflas­ter­stei­ne aus ver­kehrs­tech­ni­scher Sicht nicht not­wen­dig sind. Die­se wur­den zum Abpflas­tern frei gege­ben.
Schritt 2: Der BUND Ham­burg mel­de­te eine öffent­li­che Ver­an­stal­tung zum Abpflas­tern an, so dass alle Betei­lig­ten ver­si­chert sind.
Schritt 3: Viel mehr Men­schen als gedacht kamen zusam­men und leg­ten mit dem mit­ge­brach­ten Werk­zeug Hand an und pflas­ter­ten die frei gege­be­nen Flä­chen mit gro­ßem Enga­ge­ment ab. Die Freu­de sprang spon­tan auf vie­le Passant*innen und Men­schen aus der Nach­bar­schaft über.
Schritt 4: Das Bezirks­amt hol­te die gesam­mel­ten Pflas­ter­stei­ne ab, brach­te sie zum Wert­stoff­hof und füll­te die Flä­chen mit Mut­ter­bo­den auf. An eini­gen Stel­len sol­len Bäu­me neu gepflanzt wer­den, an ande­ren ent­ste­hen Beet­pa­ten­schaf­ten.

Und wozu?
Am bes­ten brach­ten es zwei Kin­der aus der Nach­bar­schaft auf den Punkt, die vor­sich­tig Wur­zeln von Pflas­ter­stei­nen befrei­ten: “Schau mal, der Baum kann end­lich wie­der rich­tig atmen und Regen­was­ser trin­ken!”

Die­ses gemein­sa­me und kon­kre­te Gestal­ten unse­rer Quar­tie­re unter­stützt 1) unse­re Natur und die Arten­viel­falt, schafft 2) küh­le­re und lebens­wer­te Stadt­räu­me, ermög­licht 3) das loka­le Ver­si­ckern als Stark­re­gen­vor­sor­ge, schafft 4) loka­le Gemein­schaft und Selbst­wirk­sam­keit beim gemein­sa­men Gestal­ten und stärkt damit 5) unse­re Demo­kra­tie an den Wur­zeln. Außer­dem spart so 6) die öffent­li­che Hand, also die Gesell­schaft die Finanz- und Per­so­nal­mit­tel, die not­wen­dig gewe­sen wären, wenn sie an die Flä­chen selbst ent­sie­gelt hät­te.

So geht zukunfts­ge­wand­te Kokrea­ti­on!

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